Vorsicht Riester! (3)
Verfasst von Stefan Heisel am 20. August 2009
Der folgende Text stammt nicht von mir, ich habe ihn einem Forum entnommen und weiß, dass derjenige im Finanzsektor sehr kompetent ist.
Viel Spaß beim Riestern….:
” Der Beschiss des Staates mit der “Förderung” – die den Namen nicht verdient bis auf wenige Ausnahmen (die trotzdem aufgrund des vorhergesagten wieder belanglos werden…)
Worin liegt nun der Beschiss am Volk?
Nehmen wir mal folgendes Beispiel: Ein Familienvater mit einem gut durchschnittlichem Einkommen erhält mit seiner jährlichen Steuererklärung regelmäßig eine Steuerrückerstattung von 700,- € vom Finanzamt überwiesen.
Im Januar 2007 nun schließt jener Vater einen Riestersparplan ab und erhält eine staatliche “Förderung” von monatlich z.B. 50,- € (fiktiv).
Das wäre eine Gesamtförderung im Jahre 2007 von 12 x 50,-€ = 600,- €
Im Jahre 2008 macht er nun wie gewohnt seine Steuererklärung für 2007…und siehe da, das FA überweist ihm nun nur noch 100,- € Rückerstattung!
Im Normalfall schluckt das der Bürger, weil er ja sowieso ständig hört, das die Steuerbelastung höher wird, er wird das eben einfach bedauern und nicht weiter darüber nachdenken, weil alles mit Steuern viel zu kompliziert ist.
Was ist nun geschehen?
Dazu muß man wissen: Die “Förderung” bei Riesterprodukten ist eine “vorgezogene Steuerrückerstattung auf die zu erwartende Steuerrückzahlung!”
Das haben sich die OK`s des Reichstages fein ausgedacht.
In der Öffentlichkeit prahlen sie mit der Förderung, die sie dem Bürger demonstrativ generös in die rechte Tasche stopfen, um aus der linken Tasche die Kohle wieder herauszuziehen!
Clever unsere Volksver(räter)treter, nicht wahr?
Es lohnt sich effektiv nur für zwei Bevölkerungsgruppen am extremen Ende der sozialen Stufenleiter: Einem Sozialhilfeempfänger mit vielen Kindern, der ohne Steuern zu zahlen, die entsprechende Förderung zum Nulltarif erhält….wenn – ja WENN da nicht die vorher beschriebene Zwickmühle wäre und die Riesterrente nicht mit der Grundversorgung verrechnet würde….”riestern” für das Sozialamt – ein feiner Zug vom Bürger! Respekt!
Der zweite Fall, der tatsächlich etwas davon hat, ist die zeitlebens nichtarbeitende Ehefrau eines Höchstverdieners….sie zahlt fast NUll ein, zahlt keine Steuern und bekommt die Förderung als Rente ausbezahlt und da sie keine Grundversorgung durch die staatliche Rente erhält, kann auch nichts damit verrechnet werden!
